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Ein fröhliches Fest der Stimmen, Körper und Instrumente

Ein musikalischer Abend in der Gemeinde Wien 2 ermöglichte es Mitgliedern und Freunden ihre Talente vorzuführen

Die „Dschungeldorfer Line Dance Crew“, eine beherzte Gruppe von Tänzerinnen und Tänzern im vorgerückten Alter, schwang zu Countrymusic das Tanzbein.

Ein Bericht von Monika Zornig, Gemeinde Wien 2

Fotos: Günter Petersell

Die Einladung der Gemeinde Wien 2 zum „Frühlingsfest der Musik“ im Mai 2017 mobilisierte Jung und Alt. Der Fokus lag darauf, Nichtmitgliedern die Möglichkeit zu geben, im Gemeindehaus einem gemischten Publikum ihre Talente vorzuführen. Wer an diesem Veranstaltungsjuwel teilhatte, lobte es später in den höchsten Tönen.

 

Patrizia Antonopoulos begrüßte alle gewohnt herzlich und führte durch das Programm. Der ehemalige Wiener Sängerknabe Rene Krywult verband die Beiträge durch Psalmen und Zitate, wie „Singt Gott in euren Herzen und die Engel frohlocken“ (Kol. 3:16) oder „Singt dem Herrn ein neues Lied… Jauchzet dem Herrn, alle Welt, singet, rühmet und lobet! Lobet den Herrn mit Harfen, mit Harfen und mit Saitenspiel! Mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem Herrn, dem König!“ (Psalm 98:1, 4-6)

Die Konzertharfinistin Heide Müller brachte ihr Engelsinstrument zu Klingen Günter Petersell

Vokal- und Instrumentalmusik hatte an diesem Abend die Kraft, Menschen verschiedenster Herkunft zu verbinden. Es wurde für die Anwesenden ein wirkliches Fest, das Evangelium zu teilen. Fast die Hälfte der 130 Besucher hatte auf diese Weise das erste Mal Kontakt mit unserer Religion. Eine großartige Idee des Gemeindemissionsleiters Bruder Calabek, Freunde einzuladen, die Freude am Singen, an der Musik und am Tanzen haben.  

 

Schon zu Beginn präsentierte sich eine Gruppe sangesfreudiger Damen und Herren, die sich unter Leitung Schwester Christine Plattners und einer Therapeutin wöchentlich zu Chorproben im Pfahlzentrum trifft. Durch Gesang gewinnen sie ihre Sprachfähigkeit zurück, die sie unter anderem nach Schlaganfällen verloren haben. Im Gesang können sich die Teilnehmer wieder verständigen. Es war berührend, den Gesangbeispielen zu folgen. Gesungen wurde das altdeutsche Volkslied „Komm, lieber Mai und mache“. Es folgte das bekannte schwedische Wanderlied „Im Frühtau zu Berge“, in dem es heißt: „Wir sind hinaus gegangen, den Sonnenschein zu fangen, kommt mit und versucht es auch selbst einmal!“

 

Den Sonnenschein zu fangen - diesen Eindruck vermittelte die nächste Darbietung, als die begabte Konzertharfinistin Heide Müller ihr Engelsinstrument zu Klingen brachte und alle mit ihrer wunderbaren Musik verzauberte.

Der von Schwester Christine Plattner und einer Therapeutin geleitete Aphasiechor trifft sich zu wöchentlichen Proben im Gemeindehaus.

Einen besonderen Höhepunkt lieferte das Gesangsquartett „Die Fantastischen Vier“: Heber, Gabriel, Daniel und Philipp, die gekonnt nach der Art der Comedian Harmonists, „Wochenend und Sonnenschein“ zum Besten gaben.

Das Gesangsquartett „Die Fantastischen Vier“: Heber, Gabriel, Daniel und Philipp
Liam (am Klavier) und Frederick brachten Jazzstimmung

Frederick, unser junges Talent mit lässig coolem Auftritt, zauberte mit einem brillant klingenden Saxophon einen trendigen Soundteppich hin wie ein Profi. Als er dann seinen Freund Liam, den begnadeten Klavierspieler, begleitete, erfüllte Jazz-Stimmung den Raum.

Den letzten Teil bestritten die Tänzer. Hier durften wir uns an einer Darbietung der Kinder der Primarvereinigung erfreuen, die die Zuseher ebenfalls sehr berührte, und zum Abschluss überraschte uns die „Dschungeldorfer Line Dance Crew“, eine beherzte Gruppe von Tänzerinnen und Tänzern im vorgerückten Alter, die zu Countrymusic das Tanzbein schwang und abschließend auch mit willigen Zuschauern einen Tanz einstudierte. 

 

Die Akteure und Zuseher hatten sich die frühlingshaften Köstlichkeiten des Buffets reichlich verdient. Es war ein wunderschöner, verbindender Nachmittag von Mitgliedern und Freunden aller Altersgruppen.