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Humus und Farbenspiel für einen städtischen Minigolfplatz

Die Kirchengemeinde Wels schenkt ihrer Stadt 300 Arbeitsstunden im Rahmen von 'Mormon Helping Hands'

Mitglieder der Gemeinde Wels mit Bürgermeister Dr. Andreas Rabl (vierter von rechts) Johann Schmidl

Johann Schmidl, Öffentlichkeitsbeauftragter der Gemeinde Wels

Die Welser Kirchengemeinde kann wieder über ein erfolgreich durchgeführtes Mormon Helping Hands-Projekt berichten: die Sanierung eines städtischen Minigolfplatzes. Seit zehn Jahren gibt es, eingebettet in einen Park im Stadtzentrum, einen Minigolfplatz, der von den Bewohnern gerne genutzt wird. Als Vertreter der Kirchengemeinde der Welser Stadtverwaltung einen Gutschein mit 120 freiwilligen Arbeitsstunden überreichten, bat Herr Bürgermeister Dr. Andreas Rabl um eine Renovierung und Verschönerung dieses Golfplatzes. Zu Beginn war allerdings noch nicht erkennbar, daß es ein Multiprojekt für weit über 300 Stunden werden würde.

Zunächst musste ein Plan der Golfanlage erstellt werden; erst bei näherer Betrachtung des Bauzustandes wurde klar, daß Arbeiten von mehreren Gewerken erforderlich sein würden, zum Beispiel Schweißarbeiten sowie die Bearbeitung verrosteter Teile zur Sanierung der Golfbahn-Leitrohre; das Reinigen aller 18 Bahnen samt Seitenteilen von Moos und hartnäckigen Flechten erforderte den Einsatz eines professionellen Kärchers. Dieses Gerät wurde samt Generator zur Erzeugung des notwendigen Starkstromes von der Straßenmeisterei der Stadt Wels zur Verfügung gestellt. Es waren Wege mit Betonfüllungen zu sichern und neue Wege anzulegen, da Baumwurzeln über die Jahre viele Steinplatten so hoch angehoben hatten, daß sie nicht mehr begangen werden konnten. Ebenfalls notwendig war das Verputzen von vertikalen Flächen, wodurch bis zu sieben Zentimeter tiefe Frost-Krater gefüllt wurden. Sodann mussten gute fünf Kubikmeter Humus – vom Stadtgartenamt samt Werkzeug zur Verfügung gestellt – mit 20 Helfern an unebenen Stellen verarbeitet und schließlich noch besämt werden.

Die am besten sichtbare Verschönerung sollte durch den farbigen Anstrich der Leitrohre entstehen: Jedem der vier Schwierigkeitsgrade wurde gemeinsam mit den liebevoll beteiligten Pächtern eine Farbe zugeordnet.

Zum vorläufigen Abschluß der Arbeiten kamen Bürgermeister Rabl und Vizebürgermeister Gerhard Kroiss. Zusätzlich Glück hatten die „helfenden Hände“ auch mit dem Wetter. Denn die Vorhersagen berichteten von Temperatursturz, Regen und Wind – Bedingungen, unter denen es unmöglich gewesen wäre, den feinen Humus zu verteilen und die anderen Arbeiten auszuführen. Doch die „Intervention“ der Gemeindemitglieder beim himmlischen Schöpfer brachte ein erstaunliches Ergebnis: im Bereich des kleinen Parks war es trocken, während es in den umliegenden Gebieten mehr oder weniger regnete! Exakt um 13:30 Uhr, zu dem Zeitpunkt, als die Aufräumarbeiten beendet waren, ging der Regen los.

Das Gruppenfoto zeigt die gute Stimmung bei den Arbeiten, die nicht nur dem Minigolfplatz und seinen Benutzern, sondern auch den sicher noch lange wirksamen menschlichen Beziehungen untereinander zugute kommt.