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'Der Herr ist mein Hirte'

Ein Leseabend in der Klosterkapelle Seebenstein brachte die Zuhörer in vorweihnachtliche Stimmung

Ein Leseabend in der Klosterkapelle Seebenstein brachte die Zuhörer in vorweihnachtliche Stimmung Pikal
In einem Kloster zu lesen, war für Doris Pikal eine besondere Gelegenheit, über ihren Glauben Zeugnis zu geben.

Schwester Doris Pikal aus der Gemeinde Wiener Neustadt hat bereits mehrere Bücher mit Gedichten und Kurzgeschichten veröffentlicht, in denen sie voll Optimismus Zeugnis von persönlichen Erlebnissen gibt. In ihrem Schreiben geht es, wie sie betont, um ihren “Glauben an Gott, an das Leben und die Liebe”. Und natürlich ist sie, zusammen mit ihrem Mann, viel unterwegs, um aus ihren Werken vorzutragen. Denn auch Otto Pikal greift immer wieder einmal selbst zur Feder.

 

Am 28. Oktober 2018 las das Ehepaar auf Einladung der Franziskanerinnen vom Herminenhaus Seebenstein, Niederösterreich, und zwar in der Kapelle des Klosters.

Der spirituelle Leseabend stand unter dem Motto “Der Herr ist mein Hirte” und wurde einfühlsam von Cyril Gurtner am Klavier begleitet.

 

Der örtliche Pfarrer unterstützte die Veranstaltung, indem er Plakate und Programme vervielfältigte und die Dorfbewohner einlud. Schließlich begrüßte er die Anwesenden und trug selbst zur Einstimmung den 23. Psalm vor.

 

In den darauf folgenden Gedichten und Kurzgeschichten von Doris und Otto Pikal wurde über alltägliche und weniger alltägliche Wunder erzählt, die auch heute noch geschehen. Schwester Pikal resümiert ihre Themen, die besonders gut zur Vorweihnachtszeit passen: “Ehrlich währt noch immer am längsten, der Demütige kritisiert Gottes Handeln nicht und weiß, wo er ihn findet, 'der Nächste', der Hilfe braucht, kann auch eine Frau sein.” Berichtet wurde auch über die Herzenswandlung eines Vaters, der sich einen anderen Schwiegersohn gewünscht hatte, ihn stets seine Missachtung spüren ließ und dabei übersah, dass dieser seine Tochter glücklich machte. Das Wunder der Vergebung hatte schließlich beide geheilt.

 

Unter den Zuhörern waren auch Andrea Enenkel und ihr Mann. Schwester Enenkel sagt über diesen Abend: “Es war sehr schön, dem Ehepaar zuzuhören. Ihre Texte waren lustig, aber auch geistig und sehr emotional. Wir haben uns richtig wohl gefühlt und hätten noch länger zuhören können. Am Ende wurden wir von einer Klosterschwester gefragt, in welche Kirche wir gehen. Sie meinte, wir würden in eine umliegende katholische Gemeinde gehen. Wie freuten wir uns, ihr etwas über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erzählen zu können, und dies in einem so besonderen Rahmen.”

Es folgt eine kleine Kostprobe aus Doris Pikals lyrischem Schaffen: 

Weihnachtszauber

 

Weihnachtszauber – Winterruhe

Warme Mäntel – hohe Schuhe

Kalter Wind bringt Eis und Schnee

In der Stube duftet Tee

 

Lange Nächte – kurze Tage

Vorbereitung – manchmal Plage

backen, putzen, Möbel rücken

basteln und die Häuser schmücken

 

Alte Weisen – Weihnachtsklänge

Erzählungen und auch Gesänge

Machen unser Herz bereit

Stimmen ein auf diese Zeit

 

Weihnachtszauber – Weihnachtslichter

Voll Erwartung die Gesichter

An die Liebe Christi denken

Und den Menschen Freude schenken