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Alleinstehende erlebten “Zion”

Alleinstehende Mitglieder des Pfahles Salzburg blicken auf eine unvergessliche Tagung im Salzkammergut zurück

Unabhängig von ihrem Alter genossen unverheiratete Brüder und Schwestern die Schönheit der Salzburger Berglandschaft Eduard Mayer
Ältere Geschwister aus dem Pfahl Salzburg genossen die besondere Atmosphäre des Beisammenseins und wagten auch ein Abstecher in die Berge.

von Eduard Mayer

 

Bad Goisern: Eine wunderschöne Postkartenlandschaft, herrliches Spätsommerwetter, köstliches Essen, ein gutes Quartier, liebevolle Menschen und ein folgeschwerer Unfall sind die Zutaten für eine unvergessliche Tagung der Alleinstehenden Erwachsenen des Pfahles Salzburg in Bad Goisern vom 17. bis 21. September 2018. 19 Personen mit großartiger Lebenserfahrung, alle über 60, 70 und 80 Jahre, erlebten während dieser Zeit “Zion”, wie viele von ihnen bei der Schlussversammlung bezeugten.

 

Bei einigen war die körperliche Mobilität zum Teil stark beeinträchtigt, aber dafür war der Geist springlebendig, humorvoll und voller Liebe! Das Rahmenprogramm bot gute Möglichkeiten, um die Umgebung zu genießen, im Hallenbad und in der „Narzissen-Therme“ zu schwimmen, im schönen Garten auszuruhen, mit Motorschiffen und einer Zille den Hallstätter und Altausseer See zu überqueren, Almen zu besuchen, an Seeufern zu wandern und sogar bis auf 1700 Metern Seehöhe in die Berge zu gehen. Geschwister aus dem Pfahl kamen und gestalteten für die Teilnehmer aufbauende Abende. Mit Freude erwarteten sie nach der Morgengynastik und einem erbauenden Morgenstudium jeden neuen Tag. Am Dienstag geschah das völlig Unerwartete. Unsere Tagungsvorsitzende, Sr. Gerlinde Bachmayer, wurde in der Fußgängerzone in Hallstatt von einem mit Holz beladenen PKW-Anhänger angefahren und am Fuß schwer verletzt. Sie musste in das Krankenhaus Bad Ischl und anschließend in ein Krankenhaus nach Linz gebracht werden. Die Tagung, für die sie sich als Tagungsvorsitzende so eingesetzt und auf die sie sich so gefreut hatte, war für sie vorüber. Alle Brüder und Schwestern waren tief betroffen von diesem Unfall. Wohl wissend um diese Situation, haben alle „ihr Herz in die Hand genommen“ und die Tagung, auch im Sinne unserer verletzten Vorsitzenden, unbeschwert fortgesetzt. 


'Ich habe den Geist der Liebe, der Toleranz und des gegenseitigen Respektes sehr oft verspürt'


Bei der Abschlussversammlung wurde die Frage gestellt: „Was nimmst Du von dieser Tagung mit nach Hause, in Dein Leben, in Deine Familie, in die Kirchengemeinde und in die Nachbarschaft?“ Hier einige Auszüge der Antworten: „Ich habe die Liebe und Unterstützung von allen erlebt und gespürt. Ich kann so viel mitnehmen, dass ich es gar nicht sagen kann“. „Ich habe gewaltige Momente in der Natur und in der Gemeinschaft erlebt“. „Ich habe das Evangelium in Aktion erlebt und das ist für mich nicht immer so“. „Ich habe in diesen Tagen sehr intensiv die Schriften studiert und sehr viel gelernt“. „Ich habe für mich die Balance erlebt zwischen Gemeinschaft und dem Bedürfnis für mich alleine zu sein“. „Ich habe den Geist der Liebe, der Toleranz und des gegenseitigen Respektes sehr oft verspürt“. „Ich habe erlebt, wie Inspiration zustande kommt und was sie bewirkt“. „Ich habe fünf Tage in Zion gelebt. Ich war nie alleine, weil immer jemand bei mir war“. „Ich möchte nach dieser Woche aktiv auf Menschen zugehen“. „Der Wohlstand und Überfluss, in dem ich die Zeit hier erleben durfte, hat mich angeregt, mehr Fastopfer zu spenden.