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Das Beste geben

Bischof Elischa Grünauer mit seiner Frau Deborah. Foto: Signe Lassl
Bischof Elischa Grünauer mit seiner Frau Deborah

In den Gemeinden Salzburg und Innsbruck wurden neue Bischöfe berufen

Salzburg/Innsbruck: Schon der Apostel Paulus geht in seinen Briefen mehrfach auf das Amt des Bischofs ein und erwähnt, wie wichtig es für den „Vorsteher“ einer Gemeinde ist, auch von seiner eigenen Familie unterstützt zu werden. Als Bruder Elischa Grünauer und seine Frau von seiner Berufung als Bischof der Gemeinde Salzburg erfuhren, fühlten sie, wie sie sagen, „dass diese Berufung von unserem Vater im Himmel kommt“. „Tiefe Dankbarkeit überkam mich“, berichtet er. „Mein Ziel ist es, für den Herrn und seine Gemeinde das Beste zu geben und immer bereit zu sein, auf den Geist zu hören und danach zu handeln. Kurz vor der Konferenzversammlung, bevor ich der Gemeinde zur Bestätigung vorgelegt wurde, haben wir unsere Kinder in einem Nebenraum zusammengeholt. Ich hab' mich hingehockt und ihnen gesagt, dass ich als Bischof berufen worden bin. Kurz darauf haben mich alle mit erstauntem Gesicht angesehen und dann liebevoll umarmt.“

Wie für Bruder Grünauer kam auch für Bruder Gerhard Egger die Berufung als Bischof der Gemeinde Innsbruck überraschend. „Für mich ist es eine große Freude und Ehre, dem Herrn in dieser Berufung dienen zu können, eine Freude, die meine verstorbene Großmutter Hedwig Egger auf der anderen Seite des Schleiers gewiss mit mir teilt“, erzählt er schmunzelnd. „Ich erinnere mich noch gut daran, als sie mich, ich war damals zwölf Jahre alt, kurz vor ihrem Tod an ihr Bett rief und mir in einem Vier-Augen-Gespräch eindringlich ans Herz legte, Pfarrer zu werden, um dadurch dem Herrn zu dienen.“ Die Berufung als Bischof sieht Bruder Egger nun als Einlösung dieser Erwartungen seiner Großmutter. 

 

Ein besonderes Anliegen sind dem siebenfachen Familienvater die Menschen seiner Heimatstadt Innsbruck, die, wie er sagt, sehr stark nach ihren Traditionen leben. Doch gebe es neben den bodenständigen Tirolern mittlerweile allein in Innsbruck über 100 Sprachen und Kulturen, die er als Bischof erreichen und in die Kirche einladen möchte.

„Es ist eines meiner Ziele, dass dieses Gemeindehaus ein offenes Haus sein soll, in dem wir Menschen verschiedenster Kulturen und Religionen einladen, sich am Geist des Herrn zu laben.“ Schon bisher organisierte Bruder Egger interkulturelle und interreligiöse Feiern und Zusammenkünfte im eigenen Gemeindehaus und nahm ebenso an solchen Treffen in den Kirchen seiner religiösen Nachbarn teil. Die Unterstützung bei der Versorgung und Integration von Flüchtlingen sieht er als einen wichtigen Kulturauftrag an, den die christlichen Kirchen gemeinschaftlich erfüllen sollten. Es gehe darum, meint er, „unseren Nächsten zu lieben und zu verstehen, wie es unser Herr Jesus Christus getan hat.“ Auch für Bruder Egger ist, wie er sagt, seine Familie, und besonders seine Frau Inge in seiner Berufung „eine große Stütze, aber auch viele treue Mitglieder, die in der Gemeinde Großartiges leisten.“

Ähnliche Worte gebraucht Bischof Grünauer: „Meine Frau“, sagt er, „ist sich bewusst, dass mit dieser Aufgabe Herausforderungen, aber auch große Segnungen verbunden sind. Ich weiß, dass sie mir stets eine Stütze und Ratgeberin sein wird.“

Bischof Gerhard Egger mit seinen beiden Ratgebern Marcus Schmidt (links) und Victor Duarte (rechts) Foto: Vincent Duarte
Innsbruck Bischof Gerhard Egger mit seinen beiden Ratgebern Marcus Schmidt (links) und Victor Duarte (rechts), Foto: Vincent Duarte)