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Eine Lesung wie im Tagebuch

Eine Lesung wie im Tagebuch

Wien: Mit einem Leseabend im Pfahlzentrum in der Wiener Böcklinstraße beteiligte sich im November 2014 auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage am ersten „Österreichischen Tagebuchtag“, der ins Leben gerufen wurde, um den Wert privater Aufzeichnungen ins Bewusstsein der Menschen zu rufen. Unter den zahlreichen Veranstaltungen, die im Rahmen des „Tagebuchtages“ stattfanden, erinnerten einige auch an die Zeit des Dritten Reiches und die geheimen Tagebücher verfolgter Mitmenschen. Aus seinen Erinnerungen des Jahres 1938 las auch Bruder Alfred Pietsch aus der Gemeinde Wien 1, dessen Buch „Es regnete Hakenkreuze“ den sogenannten „Anschluß“ Österreichs an den NS-Staat aus der Warte eines Kindes und Heranwachsenden beschreibt. Einmal reiste seine Mutter, wie er erzählte, von Wien nach Schlesien, um für ihren hungernden Sohn Essen zu besorgen. Bruder Pietsch, der auch für heitere Beiträge sorgte, sang, begleitet von Schwester Antonia Lersch, zu Ehren seiner Mutter das Lied „Mei Muatterl war a Weanerin“.

Wien:

Zum Thema der Veranstaltung „Es lag in Gottes Hand“ las auch Schwester Doris Pikal, die mit ihren meist kurzen, aber sehr glaubensstärkenden Geschichten und einfachen, positiven Botschaften über ihre Homepage, ihre Bücher und ihre Lesungen viele Menschen erreicht. „Aktiv zu schreiben begann ich nach einer Lesung mit ausgesprochen destruktiven Texten“, erzählt Schwester Pikal. „Für den einen oder anderen mag die Welt so aussehen, aber nicht generell für alle. Das Leben ist schön. Glück ist eine ,innere' Angelegenheit. Im Laufe der Jahre habe ich erkannt, dass viele Menschen trotz oder gerade wegen der schnelllebigen, oberflächlichen Gesinnung, Sehnsucht haben nach dem Guten, dem Echten und nach Gefühlen. Das Evangelium bietet ein Fülle davon. Wer lieben kann, kann auch verzeihen; wer verzeihen kann, vertreibt die Bitternis aus den Herzen.“ Ein besonderes Zeugnis gab Schwester Barbara Weidinger: sie fühlte sich bereits zwei Mal dazu inspiriert, ein Buch Mormon auf einer Bank liegen zu lassen. In einem der Fälle erhielt sie wenig später den Dankesbrief eines jungen Mannes, der schrieb: „Ich habe Ihr schönes Buch in der Mariahilferstraße gefunden. Es hat mir viel Freude bereitet.“
Zum Abschluss wurde ein Tagebuch verlost, das durch einen glücklichen Zufall eine junge Schwester bekam, die ihr eigenes gerade ausgeschrieben hatte.