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Elder Greg Schultz und Sister Cathie Schultz, Missionare für humanitäre Hilfe in der Slowakei, berichten über ein wunderbares Erlebnis im November 2017  

Eine Vorschule und eine Überraschung

Renovierungsarbeiten in einer slowakischen Schule
Über ein Dutzend Freiwillige halfen bei dem Projekt, darunter Väter, Mütter, Lehrer, Großeltern und der Bürgermeister selbst.

Die LDS Charities unterstützten die Renovierungsarbeiten in einer Schule im slowakischen Dorf Jenkovce und lieferten genügend Farbe und Zubehör für den Innenanstrich der gesamten Schule. Über ein Dutzend Freiwillige halfen bei dem Projekt, darunter Väter, Mütter, Lehrer, Großeltern und der Bürgermeister selbst. Eine Großmutter war künstlerisch begabt und meldete sich freiwillig dafür, farbige Disney-Figuren an die Wände zu malen.

 

Bericht von Elder Greg Schultz und Sister Cathie Schultz

 

Elder Greg Schultz und Sister Cathie Schultz, Missionare für humanitäre Hilfe in der Slowakei, haben über das wunderbare Erlebnis im November 2017 berichtet. Hier ihre eigenen Worte:

 

„Wir wurden in ein Dorf namens Jenkovce eingeladen, das nur wenige Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt. Der Leiter der Vorschule hatte eine Veranstaltung mit traditionellem slowakischem Essen vorbereitet. Die Eltern waren ebenfalls eingeladen worden, und die Kinder führten einen landestypischen Tanz zu Ehren ihrer Großeltern auf. Der Bürgermeister sagte ein paar Worte und bedankte sich bei den LDS Charities für ihre bisherigen Projekte.

 

Eine Besucherin namens Mária Andričiková stand auf und erzählte allen Eltern: ‚Ich kenne die Leute von der Mormonenkirche und den LDS Charities seit 2010. Ich bin leider keine Mormonin, aber nur, weil ich in eine katholische Familie hineingeboren wurde und dabei bleibe, doch mit diesen Leuten habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Sie haben sehr vielen Menschen sehr geholfen.‘ 


Elder Schultz und seine Frau sagten abschließend: „Wir waren dankbar, dass so viele Menschen bereit waren, an dem Projekt in der Schule teilzunehmen.“


Bei den Renovierungsarbeiten in Jenkovce halfen Eltern, Großeltern und sogar der Bürgermeister mit.
Bei den Renovierungsarbeiten in Jenkovce halfen Väter, Mütter, Großeltern und sogar der Bürgermeister mit.

Sie zeigten uns die Schule, die sich, wie sich herausstellte, in einem schlechten Zustand befand. An verschiedenen Stellen wuchs schwarzer Schimmel. Schimmelpilze können ein Gebäude beschädigen und vor allem die Gesundheit der Schüler gefährden. Der Schulleiter fragte uns, ob die LDS Charities Mittel zur Schimmelbekämpfung, Farbe und weiteres Material zur Verfügung stellen könnten, um das Problem zu beheben. Die Dorfbewohner meldeten sich freiwillig dafür, die Räume zu streichen, sobald die Schimmelgefahr nicht mehr bestand. Der Bürgermeister erklärte weiter, dass es im Dorf keine Geschäfte gab. Infolgedessen gab es nur wenige Haushaltsmittel, um den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Diese Schule ist nun aber der Stolz, die Freude und die Zukunft dieser Gemeinde. Der Bürgermeister selbst bot sich als ersten freiwilligen Maler bei diesem Projekt an, um den anderen als Beispiel vorauszugehen.

Zuhause bei Mária und Štefan

 

Nach dem Treffen Später lud Mária uns ein, zu ihr nach Hause zu kommen. Sie brachte uns hinter dem Haus zu einer Scheune, wo wir ihren Mann Štefan trafen. Er trug einen Overall und arbeitete in seinem Garten. Wir waren überrascht, als Štefan in den Garten ging und Salat und anderes Gemüse aus dem Boden holte, um es uns zu geben. Mária ging in einen Kühlhausschuppen und holte ein paar Karotten und Rüben heraus. Dann legte sie das Gemüse in eine Kiste und sagte, wir sollten diese den jungen Missionaren bringen. Wir waren von ihrem großzügigen Geschenk berührt. Die christliche Freigebigkeit, mit der sie Fremden so reichlich zu essen gab, erstaunte uns. Danach bat sie uns ins Haus, wo es eine Kleinigkeit zu essen gab.

 

An ihrer Küchenwand sahen wir ein Kreuz mit zwei hübsch eingerahmten Dokumenten zu beiden Seiten. Die Dokumente waren auf Slowakisch, doch unserer Übersetzerin zufolge war das auf der linken Seite die Proklamation zur Familie und das auf der rechten Der lebendige Christus. Mária sagte, sie habe die beiden Dokumente von der Kirche voller Stolz aufhängt, nachdem sie sie erhalten hatte. Mindestens vier Geistliche aus verschiedenen Religionen hätten sie zu Hause besucht, die Dokumente gelesen und den darin geschilderten Grundsätzen zugestimmt – ein römisch-katholischer Priester, ein griechisch-orthodoxer Priester, ein evangelischer Pfarrer und ein anderer Geistlicher. Sie hatte auch bekannte Kunstwerke der Kirche an den Wänden aufgehängt. Wir fühlten uns bei ihr Zuhause richtig wohl. Wir spürten die Gegenwart des Heiligen Geistes.

 

Mária sagte uns, wie dankbar sie den Missionarsehepaaren für ihre Bemühungen in der Vergangenheit war. Sie lobte sie dafür, dass sie ihren Ehemann positiv verändert hatten. Sie sagte, er sei früher immer fortgegangen, wenn Besuch kam. Aber seit er die Missionarsehepaare kennengelernt habe, sei er viel geselliger und fühle sich wohler, wenn er mit anderen zu tun habe. Dies sei ein großer Segen in ihrem Leben, und sie danke all diesen Missionaren für ihr Beispiel. Ihre Ehe und ihr Leben hätten sich zum Besseren gewandelt. Mária und Štefan haben eine behinderte Tochter, Katarina. Uns fiel auf, dass sie bei mehreren Projekten der LDS Charities eine unglaubliche Hilfe war.

 

Wir konnten kaum glauben, was wir im Haus von Mária und Štefan gesehen und gehört haben, über 100 Kilometer vom nächsten Zweig der Kirche in Košice entfernt. Die Missionare in fortgeschrittenem Alter waren wirklich eine Inspiration für ihr Leben. Dankbar für diese rührende Geschichte über Liebe und Wertschätzung gingen wir fort. Antónia Anderková, unsere Übersetzerin, fand den Besuch beeindruckend.“

Eingang zum Kindergarten von Jankovce
Eingang zum Kindergarten der Schule von Jenkovce

Ein Nachtrag

 

Antónia Anderková, die Freundin der Kirche, die für Elder Schultz und seine Frau übersetzt hatte, schloss sich trotz des Widerstands ihrer Eltern und Verwandten der Kirche an, obwohl sie die einzige alleinstehende junge Frau im Zweig Košice war. Ihre ältere Schwester Lýdia hörte sich ebenfalls die Lektionen an und ließ sich im Januar 2018 taufen.