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'Meine Räder rollen für den wahren Gott'

'Meine Räder rollen für den wahren Gott'

Allein schon auf Mission gehen zu können, war ein Wunder für mich. Ich hatte lebenslang medizinische Gründe, die mir den Antritt erschwerten. Aber durch die Hilfe des Herrn wurde ich mit Freunden gesegnet und zu Ärzten geführt, die meine Gesundheit stabilisieren konnten, worauf ich mein Versprechen gegenüber meinem himmlischen Vater eingehalten, meine Papiere eingeschickt habe – und dann in die Frankreich Paris Mission geschickt wurde.

Kurz vor meiner Mission, auf dem Weg zur Arbeit, war ich in meinen Gedanken über meine bevorstehende Mission und was Gott von mir verlangen würde, vertieft, als ich einen hellblauen LKW sah, mit der Aufschrift „Meine Räder rollen für den wahren Gott“. Dieses Erlebnis war für mich sehr wichtig, da es zum Motto für meine Mission und für mein ganzes Leben werden sollte.

Der Anfang meiner Mission verlief wunderbar. Natürlich hatte ich, wie alle anderen Missionare, mit der Sprache und anderen Umstellungen, zu kämpfen, aber das waren ja nur Kleinigkeiten verglichen zu den vielen wunderbaren Erfahrungen, die man machen darf. Dann aber holte meine Krankheit mich wieder ein und ich musste mehrmals in Paris in die Notaufnahme.

Ich fragte mich, wieso das passiert, warum konnte ich nicht wenigstens für diese 2 Jahre davon befreit sein, um mich auf sein Werk zu konzentrieren? Aber der Heilige Geist sprach mir jedes Mal sogleich Trost und Mut zu.

Unser himmlischer Vater liebt uns und er kennt uns persönlich. Er lässt uns seine Liebe verspüren, wenn wir uns ihm zuwenden und ihm unser Herz ausschütten. Er geht unseren Lebensweg mit uns und führt uns auf dem richtigen Pfad. Er gibt uns immer genau die Kraft, die wir brauchen um weiter machen zu können UND lässt genau die Prüfungen und Bedrängnisse zu, die wir brauchen um demütig zu sein, in ihn unser Vertrauen und unsere Zuversicht zu setzten, und um daraus zu lernen und stärker hervorzukommen.

Ich durfte wahrlich zwei wunderschöne Jahre im Dienst des Herrn verbringen, denn genau die oben genannten Segnungen sind eingetroffen. Ich bin wundervollen Kindern Gottes begegnet und durfte beobachten, wie die Macht des Sühneopfers sie mit Freude erfüllte. Ich durfte, geführt durch den Heiligen Geist, meinen Brüdern und Schwestern Trost zusprechen und sie im Glauben an Jesus Christus stärken. Ich wurde so gesegnet, um zu gehen und nicht zu ermatten.

M. Russell Ballard sagte in der Generalkonferenz vom April 1995: „Die schwierigsten Fragen des Lebens sind wohl diejenigen, die mit dem Wort „warum“ beginnen. „Warum ist das Leben so schwer?“ „Warum gibt es in der Welt soviel Kummer, Hass und Unglück?“ „Warum rafft der Tod junge Menschen hinweg?“ „Warum müssen die Unschuldigen leiden?“ Im Kampf mit den Wirren des Lebens ringen wir alle von Zeit zu Zeit mit solchen Fragen. […] ich meine, dass wir nur aus der tröstlichen Perspektive des Glaubens an den himmlischen Vater und an seinen ewigen Plan für unser Glücklichsein eine zufriedenstellende Antwort darauf finden.“ (Antworten auf die Fragen des Lebens, M. Russell Ballard, Generalkonferenz vom April 1995)

Ich weiß, dass der Plan des Glücklichseins wahr ist und dass er uns wahrhaftig zu ewigem Glück bringt. Deswegen möchte ich diese Erkenntnis mit meinen Brüdern und Schwestern teilen, damit sie ebenfalls Jesus Christus folgen und Bündnisse mit ihm eingehen können, um eines Tages wieder mit Gott leben zu können.

Gott kennt uns und inspiriert seine Propheten, zu wissen, wo wir sein sollen, um die Menschen zu treffen, die wir durch unsere Art berühren und zu ihm bringen können, ob auf Mission oder zu Hause.

Mit meiner Geschichte möchte ich Zeugnis geben, dass es Freude bringt, Missionsarbeit zu tun und dass man die Möglichkeit, auf Mission gehen zu können, ergreifen sollte. Ja ich kann sagen: Meine Füße gehen für den wahren Gott, meine Hände arbeiten für den wahren Gott, mein Mund bezeugt den wahren Gott, … meine Räder rollen für den wahren Gott.

Im Namen Jesu Christi, Amen.