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Meine Rückkehr

Meine Rückkehr

Eines Tages hörte ich auf, in die Versammlungen der Kiche zu gehen. Doch meine liebe Besuchslehrerin Agnes Bodner hörte nicht auf, mich mit den aktuellen Nachrichten und Einladungen der Gemeinde zu versorgen. Das ging so über Jahre hinweg. Nachdem sie mich nicht mehr besuchen durfte, legte sie weiterhin Briefe und Schriften der Kirche in meinen Postkasten.

 

Dann kam eine Zeit sehr schwerer Prüfungen auf mich zu. Ich wusste: nur Gott kann mir helfen! Ich betete, dass ich, wenn ich die Bibel aufschlage, die richtige Seite finde und die Worte, die mir helfen können. Und es war kaum zu glauben: unter hunderten Seiten schlug ich einen bestimmten Psalm auf, der genau meine Situation traf. Um meine Schwierigkeiten durchstehen zu können, begann ich damit, täglich in den Psalmen zu lesen. Es hat mir tatsächlich geholfen!

 

Doch war ich nicht nur seelisch, sondern auch gesundheitlich so schwer erschüttert, dass ich ins Krankenhaus musste. Ehe ich meine Wohnung verließ, las ich noch in den Botschaften der Gemeinde, dass Thomas S. Monson gerade Präsident der Kirche war. Das freute mich, da ich immer ein besonders Gefühl für ihn gehabt hatte. Auf einem kleinen Einladungszettel stand auch, dass es in meiner Heimatstadt Villach von nun an regelmäßig einen Bibelabend geben würde, und zwar jeden Donnerstag um 19 Uhr bei der Familie des Gemeindemissionsleiters Bruder Mauch.

 

Nach meinem Krankenhausaufenthalt kam ich aufgrund meines Alters in ein Pensionistenheim, das sich ganz in der Nähe der Familie Mauch befindet. Ich dachte immer wieder an diesen Bibelabend, der jeden Donnerstag stattfand. Schließlich wurde mir klar: ich musste einfach dorthin! Kurzum, am nächsten Donnerstag bestellte ich ein Taxi und ließ mich zum Haus dieser netten Kirchenfamilie bringen. Die Bibelstunde hatte schon begonnen. Ich läutete, Bruder Mauch kam an die Tür und öffnete. Er war im ersten Moment sprachlos, denn es war wirklich eine Überraschung für ihn, dass ich nach so vielen Jahren plötzlich hier auftauchte. Wir gingen hinein zu den anwesenden Schwestern, darunter meine treue Besuchslehrerin. Sie und die übrigen Schwestern waren ebenso sprachlos. Aber dann begrüßten wir uns, als hätte ich die ganzen Jahre über immer an ihren Versammlungen teilgenommen. Ich war glücklich, wieder so aufgenommen zu werden und gehe seit dieser Zeit wieder regelmäßig zur Kirche.

 

Ich weiß, der Herr schützt mich und führt mich. Himmlischer Vater, ich danke Dir dafür.