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Österreichs ältester Zweig der Kirche unter neuer Leitung

Österreichs ältester Zweig der Kirche unter neuer Leitung

Der Zweig Haag am Hausruck wurde bereits im Jahre 1901 gegründet und ist damit die älteste organisierte Einheit der Kirche im heutigen Staatsgebiet von Österreich. Wer die Geschichte der Haager Gemeinde kennt, weiß, wie schwierig es die Mormonen-Pioniere in der einstigen Habsburgermonarchie hatten. Als fromme Christen zum neuen „amerikanischen Glauben“ konvertierten, wurde dies als „Los von Rom“-Bewegung bezeichnet. Etliche Mitglieder, die sich hatten taufen lassen, verloren von heute auf morgen ihre Arbeit und hatten Mühe, ihre großen Familien zu versorgen. Die Familienmitglieder und Bekannten des ersten Zweigpräsidenten Johann Huber sahen sich gezwungen, zum Schutz vor ständigen öffentlichen Anfeindungen zum Protestantismus überzutreten. Johann Huber hatte sich, angeregt durch einen Jugendfreund, der auf Besuch aus Amerika kam, mit der wiederhergestellten Lehre Christi beschäftigt und sich am 27. April 1900 taufen lassen. Da ihm und seiner Familie die freie Religionsausübung untersagt wurde, wurden die Gottesdienst meist im Geheimen im Getreidespeicher („Troadbodn“) seines Michlmayerhofes in Rottenbach (bei Haag) abgehalten. 

115 Jahre später erfreuen sich die Haager Mitglieder im Staat Österreich sämtlicher religiöser Freiheiten. Der kleinen Zweig ist eifrig bemüht, die kostbaren christlichen, familienfreundlichen Ideale und Wahrheiten hochzuhalten, die vor knapp 200 Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika wiederhergestellt wurden. Am 25. September 2016 wurde Matthias Lipp, der die Gemeinde Haag die letzten sechs Jahre erfolgreich gelenkt hat, von Bruder Thomas Kohl als Zweigpräsident abgelöst. Bruder Willibald Till dient von nun an als Erster und Bruder Bernhard Mayrhofer als Zweiter Ratgeber. Bruder Mayrhofer hat sich erst ein Jahr vor dieser ehrenvollen Berufung der Kirche angeschlossen, erhielt erst kurz vor dieser Berufung das Melchisedekische Priestertum und absolvierte eben seinen ersten Tempelbesuch.

Pfahlpräsident Franz Mielacher betonte bei der Abendmahlsversammlung, dass die Brüder ihre neuen Aufgaben mit besonderer Ernsthaftigkeit und Demut angenommen haben.

Präsident Kohl bekräftigte in seinem Zeugnis die Wichtigkeit der Gebietsziele und gab praktische Ratschläge für deren Umsetzung.