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Sammeln für die 'Gruft'

Sammeln für die 'Gruft'

WIEN: Die Gruft gibt es seit über 25 Jahren. Sie ist in Wien ein Zufluchtsort für viele obdachlose Menschen. Betroffene erhalten in der Gruft ein warmes Essen, einen Platz zum Schlafen, saubere Kleidung und die Möglichkeit zu duschen. Außerdem werden sie durch Sozialarbeiter beraten und betreut und erhalten medizinische und therapeutische Hilfestellungen.


Warum habe ich mich dafür entschieden, für die Gruft ein Projekt zu machen und warum gerade jetzt? Ich finde es schön, wenn man anderen Menschen helfen kann. Da aber zu Weihnachten dieses Gefühl oder Bedürfnis größer ist, überlegte ich mir, wer zur kalten Jahreszeit am meisten Hilfe brauchen könnte. Letztes Jahr nach der Weihnachtsfeier meiner Gemeinde Wien 2 ist viel Essen übrig geblieben. Eine Schwester schlug daraufhin vor, es doch in die Gruft zu bringen. Der Gedanke, wie viele Menschen in Wien, in einer Großstadt, keine Möglichkeit haben, sich regelmäßig Essen, Kleidung oder Pflegeprodukte kaufen zu können, gab mir einen Stich in meine Seele. Ich wollte diesen Menschen helfen und startete eine Sammelaktion! Anfang September 2014 fragte ich in der Gruft nach, was denn überhaupt alles gebraucht werden kann, daraufhin erstellte ich eine Liste, mit der ich dann in meiner Kirchengemeinde, in der Familie und bei vielen Freunden um Unterstützung bat! Auch auf Facebook gründete ich eigens eine Gruppe dafür! Im Laufe der Sammelaktion konnte ich somit durch Fotos mit Kommentar immer alle auf dem Laufenden halten, welche Artikel ich bisher schon bekommen hatte!


Die Initiative einer jungen Schwester mobilisierte viele Menschen für ein Hilfsprojekt, das Obdachlose und Bedürftige gerade rechtzeitig – kurz vor der kalten Jahreszeit – mit lebensnotwendigen Dingen versorgte.


In den ersten zwei Wochen bekam ich kaum Spenden und dachte mir, ich müsse einfach noch energischer werden, hoffte aber gleichzeitig, dass ich doch noch mehr zusammen bekommen würde. Und so ist es dann auch gewesen. Ich bekam bis Oktober so viele Spenden, dass ich viele Kisten und Säcke damit füllen konnte! Wegen der Menge der Spenden musste ich sogar zwischendurch einen Teil bei der Gruft abliefern, denn der Platz wurde bei mir zu Hause langsam zu klein dafür! Trotzdem war es dann zuletzt noch immer eine ganze Autoladung voll, als meine Mutter und ich die Sachen hinbrachten. Zum Glück sind uns vor Ort zwei Männer zu Hilfe gekommen! Die Mitarbeiter machten ganz schön große Augen, als sie sahen, was wir alles mitgebracht hatten! Von Pflegeprodukten (Duschgel, Shampoo, Rasierer, Einlagen, Pflaster….), Lebensmitteln (Fischdosen, Reis, Nudeln, Gewürze, Süßes…), Kleidung (T-Shirts, Jacken, Pullover, Schals, Handschuhe, Socken,…) bis zu Rücksäcken war alles dabei!

Ich bin sehr dankbar, dass mich so viele unterstützt haben und hoffe, nochmals so ein erfolgreiches Projekt durchführen zu können!  




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