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Schwestern aus Wien ließen die Zeit stillstehn

Schwestern aus Wien ließen die Zeit stillstehn

„Wo find ich inn're Ruh?“, fragt eines unserer Kirchenlieder. Viele Menschen suchen in unserer hektischen Zeit nach Entspannung, nach dem „einfachen“ Frieden der Seele. Die Antwort in vielen unserer Kirchenliedern und im wiederhergestellten Evangelium lautet: Jesus Christus ist der Spender von Segen und 'süßer Ruh', einer Entspannung, die sich einstellt, wenn wir seine Gebote halten und von Liebe zu unseren Nächsten erfüllt sind (Lied Nr. 73). 

Eine Gruppe Schwestern der Gemeinde Wien 5 verbrachte Ende Mai 2014 eine gemeinsame Zeit inmitten schöner Naturlandschaft mit Gesprächen, Geselligkeit und Nachsinnen – ein sogenanntes „Timeout“. Fünfzehn Frauen verschiedenen Alters reisten mit Privatautos nach Mitterneuwald, überwanden einen steil ansteigenden Fußweg und machten in einer Berghütte der „Naturfreunde“ Rast für zwei Tage. Ihnen standen Berge, Felder, Wiesen und Wald, und dazu ein Quartier für die Nacht, ein offener Kamin, ein Feuerplatz und ein gemütlicher Aufenthaltsraum zur Verfügung. 

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Die Schwestern aus der Gemeinde Wien 5: in Natur und Freundschaft verbunden

Die Schwestern aus der Gemeinde Wien 5: in Natur und Freundschaft verbunden

Lied und Gebet leiteten den gemeinsamen Abend ein. Nach einer kurzen Besprechung und einer warmen Mahlzeit, die Schwester Kemendics vorbereitet hatte, versammelten sich die Schwestern am Lagerfeuer. Als die Scheite ihre wohltuende Wärme verbreiteten, fand sich die kleine Gruppe zu einer 'Fireside' – einer geistigen Botschaft am abendlichen Feuer – zusammen. Schwester Byrne sprach darüber, welchen Herausforderungen Frauen heute gegenüberstehen. Die Schwester gab ihr Zeugnis, dass der Vater im Himmel immer an unserer Seite steht, auch wenn es uns nicht so erscheint, und dass es einfach Situationen gibt, wo wir auf ihn vertrauen, wo wir einfach alles in seine Hand legen müssen. Es war eine sehr berührende, geistige Zeit.

Im Anschluss an die inspirierte Botschaft entwickelten sich rege Gespräche am langsam niederbrennenden Feuer. Wegen der noch etwas frischen Temperaturen entschloss man sich, den Abend im Aufenthaltsraum ausklingen zu lassen – wobei auf die geplanten Aktivitäten, wie Brettspiele, Singen und Musizieren verzichtet wurde, weil die Schwestern einfach nur – und bis Mitternacht – gemütlich beieinander sitzen und plaudern wollten. Am darauf folgenden Tag ging es darum, die Beziehung zur Natur und zum Schöpfer zu vertiefen. Die Schwestern lagerten sich auf der Wiese und unternahmen einen Spaziergang durch den Wald, bis sie an eine Stelle kamen, an der sie eine herrliche Aussicht über die Berge erleben konnten. Vielen wurde bewusst, wie wertvoll Freundschaften sind und welche Freude der Vater im Himmel dem Menschen durch seine Schöpfung geschenkt hat. Voll Dankbarkeit für ihre Eindrücke und Einsichten füllten die Schwestern zuletzt kleine Kärtchen mit persönlichen Zeilen – nette Worte, die man einander immer schon gern gesagt hätte...

Fotos: Miriam Husz, Wien