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Vom Sonnengesang zum Erlösungsplan

Vom Sonnengesang zum Erlösungsplan

Innsbruck (RHS): Im Rahmen eines 50-jährigen Jubiläums des Innsbrucker Stadtteils Neu-Arzl/Olympisches Dorf lud die katholische Pfarre St. Pius X. unter dem Titel „Wir sind bunt – na und?“ zu einem interreligiösen Fest, das die Vielfalt der im Olympischen Dorf lebenden Menschen

zusätzlich unterstrich. Im dreistündigen Programm wurde der „Sonnengesang“ (Lob der Schöpfung) von Franz von Assisi nicht nur rezitiert, sondern auch von Gebeten begleitet und in 40-Minuten Einheiten aus der Sicht der jeweiligen Religionen interpretiert.

An der musikalischen Gestaltung der Feier wirkte auch der Jazz-Pianist Julian Isaak Egger von der Kirche Jesu Christi der Heilige der Letzten Tage mit. Er behandelte zusammen mit anderen jungen Freunden seiner Glaubensgemeinschaft das Thema des ersten und zweiten Todes aus dem Lied von Franz von Assisi. Dabei verwendete er als Grundlage den Plan der Erlösung, wie er in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gelehrt wird. Auf die Frage, ob er als junger Mensch nicht lieber auf einer Jazz-Jamsession statt auf dieser interreligiösen Darbietung mitwirke, meinte der erst 23 Jahre alte Musiker: „Ich genieße natürlich meine Jamsessions, nur macht das allein nicht das Leben aus. Ich fühle mich meinem Schöpfer gegenüber verantwortlich und finde, dass sich gerade junge Menschen mehr mit Religion auseinandersetzten sollten. Mir gibt das nicht nur für mein Leben sondern auch für meine musikalische Laufbahn Inspiration und Kraft.“

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Das vorwiegend ältere Publikum war von den Darbietungen der verschiedenen Religionen sichtlich beeindruckt und erfuhr mehr von der Vielfalt der religiösen Praktiken und Glaubensansichten, die im Olympischen Dorf und seiner Umgebung beheimatet sind. Das Gelingen des Festes ist vor allem dem Pastoralassistenten Lóránd Veress und seinem Team der Pfarre St. Pius X. zu verdanken.

FOTOS: JARED EGGER