Botschaft von der Gebietsführerschaft

    Vorangehen im Glauben

    Um Glauben zu haben wie Christus, müssen wir in unseren Prüfungen inständig um Kraft flehen und darauf vertrauen, dass alles zu der von Gott bestimmten Zeit gut ausgehen wird

    Jesus lehrt, dass wir nicht auf Reichtümer vertrauen sollen
    Jesus lehrt uns, dass wir nicht auf Reichtum und weltliche Schätze vertrauen sollen

    Elder Daniel P. Hall, England

    Gebietssiebziger

    Wenn wir in diesen sehr schweren Zeiten die Prüfungen, Versuchungen und Herausforderungen, die auf uns zukommen, ertragen und schließlich zu unserem himmlischen Vater zurückkehren wollen, müssen wir im Glauben vorangehen.1

    Der Erretter ist uns ein vollkommenes Beispiel darin, wie man im Glauben vorangeht. Als das Sühnopfer in seinem ungeheuren Ausmaß auf ihn fiel, flehte er seinen Vater an: „Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.“ Daraufhin sandte der Vater im Himmel einen Engel vom Himmel, der ihn stärkte.2

    An diesem Punkt, da die volle Last des Leidens den Sohn Gottes Qualen an Leib und Geist leiden ließ und er der Schmerzen wegen zitterte,3 schreckte Jesus weder vor der Aufgabe zurück noch beschloss er, die ganze Sache zu verschieben, nur einen Teil zu erledigen oder sogar völlig abzubrechen. Nein, ganz im Gegenteil. „Er betete in seiner Angst noch inständiger und sein Schweiß war wie Blut, das auf die Erde tropfte.“4

    Um oft so eine Art Glauben zu haben, wie Christus ihn hatte, müssen wir in unseren Prüfungen inständig um Kraft flehen.5 Dabei lernen wir, unseren Willen mit dem Willen Gottes in Einklang zu bringen,6 Christus als unseren Beistand auf dem Weg anzunehmen und darauf zu vertrauen, dass alles zu der von Gott bestimmten Zeit gut ausgehen wird.

    Elder Daniel P. Hall, England Gebietssiebziger Intellectual Research
    Elder Daniel P. Hall Gebietssiebziger

    Marie war eine alleinstehende Schwester mit fünf Kindern, der es schwer fiel, ihre Familie finanziell zu versorgen. Vor Jahren kam sie zu mir, als ich ihr Bischof war, und suchte Rat, wie sie anderen mehr helfen könne. Ich bat sie, ihr Fastopfer zu erhöhen. Ohne sich zu beschweren folgte sie meinem Rat und berichtete Monat für Monat, wie der Herr ihre Familie finanziell segnete und ihr gewährte, anderen zu helfen. Das ging viele Jahrzehnte so, bis ihre Gesundheit nicht mehr mitspielte. Selbst dann aber telefonierte Marie dauernd, fragte andere, wie es ihnen ging, machte ihnen Mut und legte ihr Zeugnis ab. Sie glaubte daran, dass alles gut ausgehen werde, und das war auch immer der Fall. Sie zahlte immer ihren Zehnten. Sie las getreulich in den Schriften und diente mit großer Freude als FHV-Beauftragte für Dienst am Nächsten. Ihr Leben war von Glauben erfüllt.7 Vor kurzem durchschritt Marie den Schleier zum Jenseits, aber ihr Glaube lebt in ihrer Familie und allen, die sie kannten, weiter. Mein Wunsch, im Glauben voranzugehen, wurde durch sie gestärkt.

    Unser lieber Prophet, Präsident Russell M. Nelson, hat am besten ausgedrückt, wie wir mit Glauben an Christus vorangehen sollen: „Da wir von unseren alten und neuen Tempeln sprechen – mögen wir alle durch unsere Taten zeigen, dass wir wahrhaftig Jünger des Herrn Jesus Christus sind. Mögen wir durch unseren Glauben und unser Vertrauen in ihn unser Leben neu gestalten. Mögen wir durch unsere tägliche Umkehr auf die Macht seines Sühnopfers zugreifen. Und mögen wir unser Leben dem Dienst an Gott und seinen Kindern auf beiden Seiten des Schleiers weihen oder erneut weihen.“8

    Ich bezeuge, dass das Vorangehen im Glauben genau das ist, was uns dazu führt, wie der Vater im Himmel und sein Sohn Jesus Christus zu werden. Wenn wir das tun, wird die unendliche Liebe Christi, die in seinem Sühnopfer zum Ausdruck kommt, uns Frieden und Hoffnung und die Sicherheit geben, dass alles gut ausgehen wird. Das weiß ich.

    Anmerkungen

    1. Im Glauben vorangehen bedeutet, bis ans Ende auszuharren. Und wie geht das? Indem man dem Beispiel des Sohnes des lebendigen Gottes nachfolgt – 2 Nephi 31:16.
    2. Siehe Lukas 22:42,43
    3. Siehe LuB 19:18
    4. Lukas 22:44
    5. In Mosia 24 erfahren wir, dass Alma und sein Volk mächtig zu Gott schrien, um aus den Händen des schlechten Priesters Amulon und seiner Brüder befreit zu werden. Daraufhin stärkte sie der Herr, sodass ihnen ihre Lasten leicht wurden. Schließlich wurden sie auf wundersame Weise aus der Knechtschaft befreit.
    6. In Mosia 15:7 lesen wir, wie Christus seinen Willen mit dem Willen des Vaters in Einklang bringt, und in 2 Nephi 10:24, dass wir das auch tun sollen.
    7. In 1 Nephi 7:12 lesen wir, dass der beste Weg, Glauben an Gott auszuüben, darin besteht, ihm treu zu sein. Das bedeutet, dass wir mit willigem Herz und Sinn tun, was er von uns verlangt.
    8. Präsident Russell M. Nelson, Schlussbemerkungen bei der Frühjahrs-Generalkonferenz 2019