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Wenn Freude Grenzen überschreitet

Rheinländer und Salzburger Sänger 'erfanden' einen interkonfessionellen Projektchor, um gemeinsam Gutes zu tun 

Rund 50 Sängerinnen und Sänger formierten sich zum 'Projektchor Salzburg' Manfred Diez
Sängerinnen und Sänger verschiedener christlicher Kirchen aus Deutschland und Österreich traten am Allerheiligen-Wochenende 2018 erstmals als “Projektchor Salzburg” auf

Iris Dietz, Pfahl Düsseldorf

„Ich hörte die Engel singen“, sagte Pfarrer Lehenauer von der katholischen Kirchengemeinde St. Martin in Eugendorf (Salzburg). Seine herzlichen Dankesworte sowie Tränen der Ergriffenheit und Freude bei den Zuhörern und Mitwirkenden waren der krönende Abschluss von zwei wunderbaren und erfolgreichen Benefizkonzerten des neu formierten “Projektchors Salzburg” am 2. und 3. November 2018.

 

Unter der Leitung von Stephanie Zechmann und Frerich Görts konnte mit Mitgliedern des Pfahles Düsseldorf/Deutschland und der Gemeinde Neumarkt/Österreich ein grenzüberschreitendes Projekt für einen guten Zweck realisiert werden. Die Belohnung für die fast 50 Sängerinnen und Sänger war nicht nur die große Begeisterung der Zuhörer, sondern auch die erzielte Spendensumme in Höhe von Euro 1.131,20, ein Betrag, der von Bischof Manuel Knapp (Kirche Jesu Christi) und Pfarrer Lehenauer (Katholische Kirche) einer Familie in Eugendorf übergeben wurde, deren Kind an der Schmetterlingskrankheit leidet.

Nach ihrem Konzert im Gemeindehaus der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Neumarkt am Wallersee sang der Projektchor auch in der katholischen Pfarrkirche St. Martin in Eugendorf (Salzburg). Hellmut Hartzheim
Nach ihrem Konzert im Gemeindehaus der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Neumarkt am Wallersee sang der Projektchor auch in der katholischen Pfarrkirche St. Martin in Eugendorf (Salzburg).

Seitens der Akteure erforderte es viel Probenarbeit, um das umfangreiche Repertoire einzustudieren, wobei die Chormitglieder aus Österreich von Helen Kellner-Steinmetz unterstützt wurden. Die vorgetragenen alten und modernen geistlichen Lieder, die solistischen Beiträge aus Oper, Operette und Musical und die Stücke der Moderne wurden von Angelika Günther am Klavier begleitet, die gekonnt als „Orchesterersatz“ fungierte.

 

Mitglieder der Familie Zechmann aus Neumarkt sorgten auf liebevolle und fürsorgliche Weise für das leibliche Wohl der Projektteilnehmer. Andere Mitglieder der Gemeinde stellten Übernachtungs- und Fahrtmöglichkeiten zur Verfügung; es wurde sogar eine Führung durch Salzburg organisiert.

 

“Was uns motiviert, ist die innerer Überzeugung, dass wir mit Musik etwas Gutes für andere Menschen tun können und das in einer Zeit, die manchmal von Unruhe, Sorgen und Herausforderungen geprägt ist”, sagt Chorleiterin Schwester Zechmann. Die durchwegs unbezahlten Akteure fühlen sich gesegnet und beschenkt durch “das Wissen, im Werk des Herrn zu dienen” (Sängerin Edith Braun) und die besonderen Momente, “wenn Gläubige und Nichtgläubige, Mitglieder unserer Kirche und anderer Konfessionen, zusammenkommen und durch Musik den Geist des Herrn verspüren.” (Sänger Tim Barluschke)

Rund um die beiden Nenefizkonzerte erlebten die Akteure kleine und Große Gesten der Freundlichkeit. So übergab Pfarrer Lehenauer dem Chor als Willkommensgeschenk ein selbstgebackenes Allerheiligenstrietzel zur Stärkung. Hellmut Hartzheim
Rund um die beiden Benefizkonzerte erlebten die Akteure kleine und Große Gesten der Freundlichkeit. So übergab Pfarrer Lehenauer dem Chor als Willkommensgeschenk ein selbstgebackenes Allerheiligenstrietzel zur Stärkung.

Um die gelungene Zusammenarbeit der Rheinländer und der Mitglieder aus dem Salzburger Land fortzusetzen, wurde der “Projektchor Salzburg” 2019 zum Weihnachtskonzert des Pfahles Düsseldorf eingeladen, wo die Sängerinnen und Sänger durch ein eigenes Orchester unterstützt werden sollen.


“Die Musik und das Singen geben mir eine positive und optimistische Stimmung und Einstellung in manchen Dingen. Religiöse Lieder bestärken und bestätigen meinen Glauben an Jesus Christus.” (Petulia Bäder, Sängerin)



“Geistliche Musik ist wie Zeugnisgeben von der Wahrheit des wiederhergestellten Evangeliums Jesu Christi.” (Manfred Gerlach, Sänger)



“Mich motiviert die Freude am Gesang in der Gemeinschaft, durch den Botschaft unseres Erlösers verkündet wird.” (Ingeborg Milde-Schoen, Sängerin)



“Die Lieder begleiten mich seit den Proben und noch mehr nach dem Konzert, und sehr oft summe ich sie während der Arbeit. Ich liebe das warme Gefühl, das sie in mir auslösen.” (Nicole Dengg, Sängerin)



“In dieser rauen Welt braucht man einen Platz wo man etwas tun kann, was einen näher zu Gott führt. Bei mir ist es die Musik.” (Ilona Bree, Sängerin)