Wie auf einem anderen Planeten

    Von Zimbabwe zurück in der Heimat: Der Oberösterreicher Calvin Till erfüllte eine Mission mit freudigen, gefährlichen, schönen, traurigen und unvergesslichen Momenten

    Ein Oberösterreicher als Missionar in Zimbabwe Calvin Till
    Trotz vieler wirtschaftlicher und politischer Probleme, für die das südafrikanische Land Simbawe bekannt ist, fand Calvin Till aus Haag am Hausruck dort “die freundlichsten Menschen”.

    von Calvin Till, Gemeinde Haag am Hausruck

     

    In den letzten zwei Jahren war es mir gegönnt, als Missionar in Simbabwe zu dienen. Ich konnte dadurch einen Einblick in unterschiedliche Kulturen gewinnen und vor allem die Menschen in Simbabwe besser kennenlernen. Im August 2016 verließ ich Österreich und wurde im Trainingszentrum für Missionare in Johannisburg, Südafrika, in die Aufgaben meines Missionsdienstes eingeführt. In Simbabwe angekommen, durfte ich dann gemeinsam mit einem Mitarbeiter das wiederhergestellte Evangelium verkünden. Ich arbeitete mit Ältesten aus unterschiedlichen Ländern wie USA, Uganda, Tansania, Kenia, Südafrika, Samoa und Australien zusammen. Dadurch lernte ich Mitglieder aus vielen verschiedenen Kulturen kennen und schätzen.

     


    'Die Menschen in Simbabwe sind mir in ihrer freundlichen Art sehr ans Herz gewachsen'


    Kaputte Autos als 'Spielplatz' für Kinder in Zimbabwe Calvin Till
    Kaputte Autos dienen in Zimbabwe als 'Spielplatz' für Kinder

    Ich wohnte und diente vor allem in den Städten Harare, Kwekwe und Bulawayo. Die Menschen in Simbabwe sind mir in ihrer freundlichen Art sehr ans Herz gewachsen. Sie gehören wirklich zu den freundlichsten, respektvollsten und gläubigsten Menschen, die ich kenne.

     

    Was mich sehr beeindruckt hat, war, dass die Leute dort sehr glücklich sind, obwohl sie nicht viel besitzen und die Situation in ihrem Land nicht gerade einfach ist. Während meines zweijährigen Aufenthalts wurde mir bewusst, wie gesegnet wir in Europa sind und dass sehr viele Menschen auf dieser Welt nicht in solchem Wohlstand leben, wie wir ihn gewohnt sind. In diesem fremden Land konnte ich mir auch neue Fertigkeiten erwerben, wie zum Beispiel die Wäsche mit den Händen zu waschen, ich lernte aber auch respektvolle Gesten und ein wenig deren Sprachen und Traditionen kennen. Ich fühlte mich manchmal wirklich wie auf einem anderen Planeten.