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Wie sich die eheliche Beziehung durch den Glauben an Jesus Christus stärken lässt

Grundlagen einer innigen, ewigen Beziehung

Nach Auffassung der Mormonen entsteht mit der Eheschließung von Mann und Frau eine neue Familie. Die familiären Beziehungen werden inniger, wenn jeder in der Familie sein Herz Jesus Christus zuwendet.
Nach Auffassung der Mormonen entsteht mit der Eheschließung von Mann und Frau eine neue Familie. Die familiären Beziehungen werden inniger, wenn jeder in der Familie sein Herz Jesus Christus zuwendet.

Für die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, auch Mormonen genannt, haben Ehe und Familie seit jeher einen hohen Stellenwert. In der von der Kirche herausgegebenen Erklärung Die Familie – eine Proklamation an die Welt“ heißt es, „dass die Ehe zwischen Mann und Frau von Gott verordnet ist und dass im Plan des Schöpfers für die ewige Bestimmung seiner Kinder die Familie im Mittelpunkt steht“ (Liahona, November 2010, Umschlagrückseite). Für Mormonen ist die Ehe nicht bloß ein zivilrechtlicher Vertrag, der nur vorübergehend gültig ist, sondern ein Gebot Gottes. Man schließt ein heiliges Bündnis sowohl miteinander als auch mit Gott (siehe Bruce C. Hafen, „Die Ehe als Bund“, Der Stern, Januar 1997, Seite 25ff.). Das bedeutet, dass man auch Gott ein Versprechen gibt. Wenn Mormonen heiraten, versprechen sie Gott, einander zu lieben und füreinander da zu sein. Gott verheißt dem Paar im Gegenzug, dass dessen Ehe in Ewigkeit Bestand haben kann. Die Ehe ist, wie ein Führer der Kirche einmal gesagt hat, „Gottes Geschenk an uns; die Beschaffenheit unserer Ehe ist unser Geschenk an ihn“ (L. Whitney Clayton, „Eine gute Ehe führen: zusehen und lernen“, Liahona, Mai 2013, Seite 85).

Die Glaubensansichten der Mormonen in Bezug auf Ehe und Familie

Die Mormonen sind davon überzeugt, dass man die schönsten Früchte der Liebe und des Glücks ernten kann, wenn Bündnisse die Grundlage einer Ehe und einer Familie bilden. Nach ihrer Lehre haben sowohl Männer als auch Frauen einzigartige, einander ergänzende Eigenschaften. Deshalb sollen sie einander unterstützen und Seite an Seite Fortschritt machen (siehe „Proklamation zur Familie“).

 

Für die Mormonen sind Ehe und Familie schon seit der Erschaffung der Erde und seit Adam in den Garten von Eden gesetzt wurde ein wesentlicher Bestandteil von Gottes Plan. Gott selbst hat erklärt, es sei nicht gut, dass der Mensch allein bleibe (siehe Genesis 2:18), und hat Adam daraufhin Eva zur Seite gestellt. Mit Bezug auf Adam und Eva hat David A. Bednar, einer der Führer der Kirche Jesu Christi, gesagt: „Das einzigartige Zusammenspiel von geistigen, physischen, mentalen und emotionalen Eigenschaften von beiden, Mann und Frau, war notwendig, um [Gottes] Plan des Glücklichseins umzusetzen. Allein können weder der Mann noch die Frau den Zweck ihrer Erschaffung erfüllen.“ (David A. Bednar, „Die Ehe ist in Gottes ewigem Plan von entscheidender Bedeutung“, Liahona, Juni 2006, Seite 51.)

 

Auch wenn Ehe und Familie so manche Schwierigkeiten mit sich bringen können, bietet in den Augen der Mormonen doch eine Familie mit Vater und Mutter, die miteinander verheiratet sind, die besten Voraussetzungen dafür, Kinder in die Welt zu setzen und großzuziehen. Vor allem geht man in der Kirche Jesu Christi davon aus, dass eine eheliche und familiäre Beziehung, die sich an Jesus Christus orientiert, dazu beiträgt, dass wir sowohl unserem Erretter als auch unseren Angehörigen näherkommen und zu einer Freude finden, die sonst nirgendwo zu finden ist.

Ein Ehepaar betet miteinander (c) Intellectual Reserve

Jesus Christus ist für uns das vollkommene Vorbild

Für die Mormonen ist beim Herrn Jesus Christus jeder Charakterzug, den man für ein gutes Ehe- und Familienleben braucht, vorbildlich ausgeprägt. Als er auf Erden weilte, hat Jesus uns ein vollkommenes Beispiel an Liebe, Geduld, Demut, Freundlichkeit und selbstlosem Dienen gegeben. Und alle diese Wesenszüge tragen ja auch zu einem glücklichen Familienleben bei!

 

Im Mittelpunkt einer idealen Ehe steht für die Mormonen Jesus Christus. Viele Familien in der Kirche Jesu Christi stellen sich die eheliche Beziehung als eine Art Dreieck vor, bei dem Jesus Christus an der Spitze steht und Mann und Frau die beiden unteren Eckpunkte bilden. Arbeiten beide Ehepartner daran, mehr wie Christus zu werden, dann bewegen sie sich von den Ecken aus an den Seiten des Dreiecks aufwärts. Je näher sie Christus kommen, desto näher kommen sie auch einander. Die gemeinsame Hingabe an Jesus Christus führt die Eheleute zusammen (siehe David A. Bednar, „Die Ehe ist in Gottes ewigem Plan von entscheidender Bedeutung“, Seite 54).


Nach Auffassung der Mormonen entsteht mit der Eheschließung von Mann und Frau eine neue Familie. Die familiären Beziehungen werden inniger, wenn jeder in der Familie sein Herz Jesus Christus zuwendet.


Eine auf Christus ausgerichtete Ehe gibt auch unseren Kindern ein Beispiel

Wenn wir unser Ehe- und Familienleben an Jesus Christus ausrichten, dann leben wir dies auch unseren Kindern vor. David A. Bednar hat es so formuliert: „Wenn junge Frauen und Männer bei einem Ehepaar gegenseitigen Respekt, Zuneigung, Vertrauen und Liebe wahrnehmen, werden sie sich bemühen, die gleichen Eigenschaften zu entwickeln. Unsere Kinder … lernen am meisten aus dem, was wir tun und was wir sind – selbst wenn sie sich kaum an das erinnern, was wir ihnen sagen.“ („Die Ehe ist in Gottes ewigem Plan von entscheidender Bedeutung“, Seite 54.) So wie Jesus Christus für die Mormonen das vollkommene Vorbild ist, können auch wir unseren Kindern ein Vorbild sein. Dazu müssen wir uns so verhalten, wie er sich verhalten würde, wenn er heute auf der Erde wäre.

Wie kann ich mehr über die Glaubensansichten der Mormonen erfahren?

Mehr über die Familien der Mormonen und Gottes Plan für Sie und Ihre Angehörigen finden Sie auf mormon.org/deu.