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Zeugnisse vom persönlichen Gebet

Zeugnisse vom persönlichen Gebet

Etwa 1000 Mitglieder versammelten sich am 18. und 19. Oktober 2014 zur Herbstkonferenz des Pfahles Salzburg im Linzer Gemeindehaus und in der Welser Stadthalle. Wer dabei war, konnte ein freudig-frohes, einander liebevoll begegnendes Volk von Heiligen der Letzten Tage beobachten.

Von Violinklängen Sr. Kerstin Oberhubers und einem großen Jungen Damen-Chor begleitet, zeigten viele Sprecher der Konferenz persönliche Gefühle und gingen in inspirierenden Worten auf Evangeliumsgrundsätze, auf die Situation vieler Gläubiger, auf Sorgen und Probleme, aber auch erfreuliche Entwicklungen des Pfahles ein. Br. Markus Gappmaier ehrte die anwesenden Misionare, die hier in Österreich selbstlos ihren Dienst verrichten und sprach davon, dass „Bedrängnisse unsere treuesten Begleiter sind, die niemanden auslassen und uns helfen, die irdische Prüfungszeit als solche zu verstehen“. Er persönlich stärke sein Zeugnis vom Evangelium stets dadurch, dass er daran denke, „was ich in der Vergangenheit mit dem Herrn erlebt habe und dass ich in jeder Situation auf die Knie gegangen bin“, sagte Br. Gappmaier; „denn das Gebet eröffnet uns in jedem Fall eine neue Perspektive“. Br. Harry Merl sagte, er habe durch Alter und Krankheiten „gelernt, sich auf Gott immer mehr zu verlassen“. Das Leben sei für ihn „ein großes Abenteuer – mit Gott, der mich innig liebt. Und es ist spannend bis zum Tod.“

Br. Jaburek berichtete von einem persönlichen geistigen Erlebnis während der Jugendveranstaltung EFY. Ein neu bekehrter Bruder gab Zeugnis, wie er durch das persönliche Gebet zur Kirche gefunden habe. Br. Markus Malzl erzählte von seiner Begegnung mit einer Frau anderen Glaubens, die ihn spüren ließ, wie sehr der Heiland möchte, dass wir auf Andersgläubige zugehen und sie als unsere Brüder und Schwestern lieben und schätzen. Durch das „Wunder moderner Kommunikationsmöglichkeiten“ seien wir in der Lage, in eine oft dunkle und trostlose Welt „mächtige Botschaften der Liebe und Erlösung zu senden.“ Der Präsident der Alpenländischen Mission München, Br. Kohler, vermittelte den Zuhörern ein anschauliches Bild von der Beschleunigung des Missionswerkes in der gegenwärtigen Zeit.

Br. Achim Erlacher gebrauchte das biblische Gleichnis von der Henne und den Küken, die sich unter den schützenden Flügeln ihrer Mutter bergen: Ebenso könnten alle Menschen, wenn sie nur den Wunsch dazu haben, in Jesus Christus „Frieden und Sicherheit finden“. Mehrere Sprecher erinnerten auch an den Traum Lehis im Buch Mormon und sagten, dies sei ein Symbol, das uns helfe, die Liebe Gottes besser zu erfassen. Der Salzburger Pfahlpräsident Br. Franz Mielacher bat die Anwesenden, „auf einander achtzugeben“. Es sei für den persönlichen Fortschritt jedes Einzelnen wichtig, die Versammlungen der Kirche zu besuchen und die Gebote zu halten. Er sprach deutliche Worte, die ausdrückten, wie sehr er sich um einzelne Mitglieder sorge und sich wünsche, dass die Gemeinden geistig gestärkt werden. „Jedem ist es möglich, persönliche Barrieren zu überwinden, die ihm von der Liebe und Gnade Gottes trennen“, sagte Br. Mielacher. Es gehe um das „Wollen“: „Wenn wir unsere zwischenmenschlichen Beziehungen dort, wo dies notwendig ist, verändern wollen und auf den Vater im Himmel vertrauen, kann er seine Zusagen an uns wahr machen.“ Am Schluss erinnerte der Pfahlpräsident an die Möglichkeit, sich einen Patriarchalischen Segen, Priestertumssegen oder Krankensegen geben zu lassen, „täglich zum Gebet niederzuknien“ und „niemals aufzugeben“.