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Der Sabbat in der Kirche

RUIZ-DE-MENDOZA-Francisco
Elder Francisco Ruiz de Mendoza Gebietssiebziger, Spanien

Präsident Nelson hat in seiner Ansprache bei der Frühjahrs-Generalkonferenz 2015 erneut die Bedeutung der Sabbatheiligung für die Kirche hervorgehoben. Wenn wir den Sabbat heiligen, können wir Freude daran finden und etliche Segnungen empfangen, die Gott uns nur zu gern gewähren möchte. Wie Präsident Nelson sagte, ist der Sabbat ein ewiger Bund zwischen dem Herrn und dem Volk Israel (Exodus 31:13,16) und eine Erinnerung daran, dass der Herr sein Volk heiligen kann. Der Heiland hat erklärt, dass er der Herr über den Sabbat ist (Lukas 6:5), und in diesen Letzten Tagen hat er uns unmissverständlich aufgefordert, den Sabbat heiligzuhalten (LuB 68:29). 

Um dieses Gebot zu halten, ist es ganz wichtig, dass man am Sonntag in die Kirche geht und vom Abendmahl nimmt: „Du [sollst] an meinem heiligen Tag ins Haus des Betens gehen und deine heiligen Handlungen darbringen.“ (LuB 59:9). Das muss so sein, damit wir uns „von der Welt unbefleckt halten“ können (LuB 59:9). Da das Abendmahl eine heilige Handlung ist, die vom Sühnopfer herrührt, ist sie in unserem Gottesdienst von zentraler Bedeutung. Die Abendmahlsversammlung wird somit zur „heiligsten und wichtigsten Versammlung in der Kirche“ (Elder Dallin H. Oaks, Herbst-Generalkonferenz 2008). Durch das Ausmaß unserer Vorbereitungen auf diese heilige Handlung und diese Versammlung zeigen wir dem Herrn, dass wir die Bedeutung des Sühnopfers verstehen und unsere Bündnisse mit ihm ernst nehmen. Wenn wir in angemessener Weise vom Abendmahl nehmen, können sich unzählige Segnungen einstellen, und diese können sich auf uns selbst ebenso auswirken wie auf die Menschen in unserem Umfeld. Dass wir gemeinsam mit dem Gemeinderat und der Bischofschaft an einer geistig ansprechenden Abendmahlsversammlung arbeiten, ist unbedingt ein Teil unserer persönlichen Bemühungen, dem Erretter ähnlicher zu werden. Dadurch wiederum sind wir letztlich imstande, anderen ein Licht zu sein.

Wie kann das Abendmahl uns und unseren Mitmenschen eine Gelegenheit bieten, Fortschritt zu machen? Halten wir einen Augenblick inne und überlegen wir, was für eine Art Abendmahlsversammlung der Herr von uns erwartet. Sollte da nicht der Heilige Geist zugegen sein? Sollten wir nicht geistig geheilt werden, wenn wir Gott geloben, „den Namen [s]eines Sohnes auf [uns] zu nehmen und immer an ihn zu denken und seine Gebote … zu halten, damit sein Geist immer mit [uns] sei“ (LuB 20:77)? Sollten wir uns nicht nach dieser Versammlung sehnen und uns die ganze Woche darauf vorbereiten? Sollten wir nicht anderen ihre Verfehlungen gegen uns vergeben? Sollten wir nicht um Vergebung bitten und mit umkehrwilligem Herzen zur Abendmahlsversammlung erscheinen? Sollten wir uns nicht mit unserer Familie beraten, wie die Abendmahlsversammlung ein heiliges Erlebnis werden kann? Sollten wir andere nicht liebend gern zu so einer bedeutsamen Versammlung mitbringen? Der Herr hat gesagt: „Und wenn einer unter euch stark im Geist ist, so soll er den mit sich nehmen, der schwach ist, damit dieser in aller Sanftmut erbaut werde, damit auch er stark werde.“ (LuB 84:106). Ist denn eine erbauliche Abendmahlsversammlung nicht eine großartige Gelegenheit für uns, stark zu werden, sodass wir anderen helfen können, ebenfalls stark zu werden? Sollten wir andere, und vor allem diejenigen, die nicht so aktiv sind oder das Evangelium noch nicht angenommen haben, nicht dazu einladen, damit sie zu Christus kommen und in ihm vollkommen werden (siehe Moroni 10:32)?

Ich bete darum, dass wir alle an der Abendmahlsversammlung in einer Art und Weise teilnehmen mögen, dass diese erheblich dazu beiträgt, den Sabbat nicht nur für uns zu einer „Wonne“ zu machen (Jesaja 58:13), sondern auch für all jene, für die wir als Zeugen für das Werk des Herrn (siehe LuB 88:81,82) Verantwortung tragen.

Im Namen Jesu Christi. Amen.